Was für eine wunderbare Welt! Zusammen mit ihren Geschwistern Finja und Artur wächst Marilu im kleinen Wanderzirkus ihres Vaters Henrikus Tatu auf. Alle Zirkusmitglieder sind wie eine große Familie.

Der Trailer zum Buch.

Lesung im Gasteig in München - Die wundersamen Kinder des Herrn Tatu

Rezensionen

Zeitgleich mit dem Buch, kam das Hörbuch im audiomedia Verlag heraus. Ich durfte es selbst einlesen und das war einfach wundersam.

...Die drei wären aber keine Zirkuskinder, wenn sie nicht auch diese Hindernisse mit Mut und Eigensinn meistern würden. So erleben sie ein spannendes Abenteuer, welches Sabine Bohlmann liebevoll, manchmal anrührend und mit kindlichem Witz schildert. "Die wundersamen Kinder des Herrn Tatu" ist eine Geschichte über das "Wundersam-Sein", über individuelle Talente, auch wenn diese sich manchmal nicht auf den ersten Blick zu erkennen geben. (aus Büchermagazin.de)

Ich habe diesen Mädchen-Roman an einem Abend durchgelesen, bin eingetaucht in die Welt von Papa Tatu und seinem Zirkus, habe mich emotional anrühren lassen von diesen selbstbewussten Kindern und ihrem überforderten Vater. Der Autorin ist es gelungen, die Faszination der Zirkuswelt zu beschreiben, aber auch die wirtschaftlichen Sorgen der kleineren Unternehmen. Für Kinder und Jugendliche beschreibt dieses Jugendbuch die Verwirklichung kindlicher Träume am Beispiel des Tierpflegers Jasper und seiner Freundin Marilu, der Titelheldin dieses Zirkusromans. Da ich selber seit 18 Jahren als „Papa“ von vielen Mädchen einen Mitmachzirkus leite, haben mich die letzten 30 Seiten sehr bewegt. Aber auch motiviert, solche Erlebnisse weiterhin den Kindern zu schenken.
Viele funkelnde Bewertungssterne für diesen tollen Jugendroman von einem alten Mädchen-Papa und Zirkusfreund. (Rezension AMAZON)

Meine wunderbare Tochter (10) war mit ihren wundersamen Vater (ich) eine Woche im Urlaub und lies sich Abends mit den Tatu Zirkuskindern in den Schlaf lesen.
Am Ende jedes Kapitels hörte ich: Papa weiterlesen, Papa weiterlesen, Papa weiterlesen.
Leider hat die Geschichte nur 24 Kapitel. Es hätten hundert sein sollen ...
Eine tolle Geschichte. Spannend. Sehr süß geschrieben und das Vorlesen hat mir viel Spaß gemacht. Wir waren begeistert.
Ich kann das Buch nur empfehlen.(Rezension AMAZON)

Bereits die Erziehungsratgeber von Sabine Bohlmann haben mich begeistert und da ich gute Kinderbücher sammele habe ich mir auch dieses gekauft. Es gibt viele gute Kinderbücher aber Sabine Bohlmann hat eine ganz besondere Art zu schreiben. Man spürt eine Frau die sich ihre Kinderseele bewahrt hat. Es ist eine zauberhafte Geschichte, die mein Herz und meine Kinderseele berührt hat. Ich freue mich darauf dieses Buch Kindern vorzulesen. Sehr empfehlenswert.(Rezension AMAZON)

Bin neulich berufsbedingt auf dieses wunderbare Buch gestoßen und war danach wie verzaubert: Frau Bohlmann versteht es, den kleinen -und aber auch den großen- Leser mit viel Herz in die "wundersame" Welt des Zirkus Tatu zu entführen. Diese Welt wird dem Leser durch die besonders liebenswürdige und fantasievolle sprachliche Gestaltung der Autorin eröffnet. Ein Buch, das ich auf jeden Fall verschenken werde bzw. als Klassenlektüre lesen würde. Altersempfehlung: 9-11 Jahre(Rezension AMAZON)

Mit Bildern der Illustratorin Heike Vogel.

Zu Besuch in Stuttgart im wundersamen Verlag Planet Girl bei den wundersamen und bezaubernden Menschen! Franziska Ullrich meiner Lektorin und Svea Unbehaun meiner Pressefrau!! Und all den anderen unglaublich netten Menschen, die ich kennen lernen durfte, für die aber die roten Nasen nicht mehr gereicht haben.

Geschichten-Werkstatt

Der Zauber der Zirkuswelt

Sabine Bohlmann verrät uns, was sie am Zirkus so faszinierend findet und warum sie sich beim Schreiben ein bisschen wie eine Fee fühlt ...

 

In Ihrem Buch schaffen Sie eine magische und zauberhafte Zirkuswelt. Woher kam die Idee, ein Zirkusabenteuer für Kinder zu schreiben?

Zirkus hat mich schon immer fasziniert. Als Kind wollte ich mit einem Zirkus reisen. Aber ich hatte es zu Hause so gemütlich und schön und außerdem konnte ich weder Handstand noch Rad noch war ich schwindelfrei und auch vor Pferden hatte ich eher Angst. Also wäre ich wohl nicht geeignet gewesen. Aber trotzdem fasziniert mich Zirkus immer noch. Ich liebe jedoch mehr die Phantasie im Zirkus als die Tiernummern oder das Motto "je gefährlicher, desto besser". Darum bin ich ein Riesen Fan vom Circus Roncalli und dem Cirque du Soleil. Mein Mann und ich haben uns heimlich im Circus Roncalli verlobt! Das war sehr romantisch!

Was fasziniert Sie so am Zirkusleben?

Ich glaube es ist genau das, was ich nicht bin. Man reist von Ort zu Ort. Ich bin ja ein totaler Wurzelmensch und aus der Wohngegend in der ich seit meiner Geburt lebe noch nie weggezogen. Manchmal träumt man eben von dem genauen Gegenteil und weiß aber genau, dass man sein eigenes Leben, in dem man ja glücklich ist, nicht ändern will. Das ist das schöne am Bücherschreiben und auch am Schauspiel. Man steigt einfach mal für eine Zeit in ein anderes Leben ein ohne sein eigenes wirklich verlassen zu müssen. Man muss sich doch in seinem Leben für ein Leben entscheiden und kann nicht mehrere Leben leben. 

Sind Sie als Kind schon gerne in den Zirkus gegangen oder haben Sie vielleicht sogar davon geträumt, mit den Artisten durchs Land zu ziehen?

Neulich hab ich in einer Kiste auf dem Speicher einen alten Aufsatz von mir gefunden, den hab ich in der dritten Klasse geschrieben und er handelt vom Zirkus. Da beschreibe ich, wie ich als Seiltänzerin in der Manege bin und dann ruft mich jemand, es ist meine Mutter, sie steht an meinem Bett und weckt mich. Also scheine ich wohl schon als Kind ein Zirkusfan gewesen zu sein.

In der Geschichte begibt sich die zwölfjährige Marilu mit ihren Geschwistern auf eine abenteuerliche Reise. Welcher Charakterzug gefällt Ihnen an der unerschrockenen Heldin mit dem großen Herz am besten?

Sie lässt sich nicht verbiegen. Auch wenn sie es versucht, am Ende stellt sie fest, dass sie lieber die Welt um sich herum ändern muss. Abgesehen davon, liebe ich jeden einzelnen Charakter in der Geschichte. Es ist ein bisschen wie Kinder kriegen. Man gibt ihnen einen Namen und ein zu Hause und wenn man dann so schreibt, machen sich einige von ihnen selbständig und man ist oft ganz überrascht, was sie dann so sagen und tun. Und wenn man fertig mit dem Schreiben ist, ist es auch ein bisschen traurig, weil man sich von den Figuren verabschieden muss. Und es ist ein bisschen so, als wäre man eine Fee mit Zauberstab und goldenen Locken, die den Figuren leben einhaucht und ihnen bestimmte Eigenschaften und Charakterzüge mitgibt. So finde ich in jeder Figur auch einen Charakterzug von mir oder von einem aus meinen Familien- oder Freundeskreis.  

Als Synchronstimme von Lisa aus der Zeichentrickserie „Die Simpsons“ ist einigen Ihre Stimme sicher bekannt. Werden Sie am Telefon manchmal darauf angesprochen?

Nein, nie. Aber ich spreche auch im normalen Leben nicht wie Lisa Simpson. Das wäre ja schlimm, wenn ich so eine Stimme hätte. Da würde sich ja jeder umdrehen, wenn ich den Mund aufmache und mich anstarren. Ich hab meine Stimme nur neulich mal eingesetzt als zum x-ten Mal eine Umfragefrau bei uns angerufen hat und ich keine Lust auf Umfragen hatte. Ich kann die aber nie abwürgen, weil sie mir immer so leid tun und sie ja auch nur ihren Job machen, da hab ich dann einfach meine Stimme ganz kindlich gemacht und gesagt, meine Eltern wären nicht da und ich wüsste auch nicht wann sie wieder kämen. Das Synchronsprechen ist schon ein lustiger Job. Da einen so viele Menschen kennen aber doch nie erkennen. Da geht man also durch die Straßen und überall kommen mir Menschen mit Simpsons T-Shirts entgegen und keiner erkennt mich. Aber irgendwie ist das auch genial. Man ist also undercoverberühmt.

Das Interview führte Maria Jacob, 2014